Kompetenz für heiße Tage

Wenn endlich der Sommer da ist, ist es warm – nein, es ist womöglich heiß, sehr heiß sogar. Wie wir Menschen unterschiedlich sind, ist auch unser Hitze-Empfinden unterschiedlich.

Es gilt vorauszudenken, um eventuelle Befindlichkeiten besser managen zu können und praktikable Möglichkeiten zur Verfügung zu haben, wenn das Thermometer in unermessliche Höhen klettert und das Belastungsempfinden steigt.

Für Sie –  z. B. als Führungskraft – ist der Temperaturanstieg eine besondere Heraus-forderung. Von Ihnen wird meist erwartet, ungeachtet von Rahmenbedingungen Ihre Managementkompetenz in voller Bandbreite zur Verfügung zu haben.

Und: gewollt oder nicht gewollt: Sie agieren als Vorbild.  Wie Sie heiße Tage erleben oder erleiden wird auf Ihre Mitarbeiter Auswirkung haben.

Was also tun?

Einerseits ist ein noch höheres Maß an Ihrem persönlichen Selbstmanagement und an Ihrer Selbstreflexion gefragt und andererseits besteht die Annahme, dass bei der „heißen Belastung“ von Körper und Seele das Konfliktpotential bei MitarbeiterInnen und Teams im Ansteigen begriffen ist.

Tipps:

  • Durch das Wahrnehmen der eigenen Hitze-Empfindung und deren Auswirkungen auf den eigenen Alltag und den persönlichen  Arbeitsablauf steigt die Achtsamkeit.
  • Sie entwickeln dadurch mehr Verständnis für die Hitze-Nöte der Menschen Ihres Umfeldes, um eventuelle emotionale „Hitze-Spitzen“ schon im Vorfeld etwas abzukühlen.
  • Diese emotionalen „Hitze-Spitzen“ sind laut Studien von Arbeitnehmerverbänden in der bereits oben erwähnten vermehrten Konfliktanfälligkeit der Menschen zu finden.Es ereignen sich vermehrt Missverständnisse in der Kommunikation. Durch das oft subjektive Empfinden, dieser Hitze nicht entkommen zu können, vermehrt sich die Ungeduld, und im schlimmsten Fall, steigt  die Gewaltbereitschaft an. Es gibt auch Menschen, bei denen Hitze Ängste und Depressionen hervorrufen können.

Was konkret tun?

  • Nachsicht mit sich selbst erlaubt auch Nachsicht mit MitarbeiterInnen. Körper und Geist haben jetzt mehr Anstrengung aufzuwenden.
  • Eventuell – wenn möglich – Kleidervorschriften lockern (Sakko? Krawatte? kurze Hose? Flip Flops? etc.)
  • MitarbeiterInnen mit Tätigkeiten im Freien auf UV-Schutz, Kopfbedeckung und Augenschutz hinweisen, sowie Rückzugsmöglichkeiten zur Abkühlung bieten.
  • Falls organisatorisch möglich: Home Office oder Arbeitszeitverschiebung in die kühleren Morgenstunden anbieten.
  • Mehrere Pausen anregen, um die ausreichenden Wasseraufnahme zu gewährleisten. Zur Abkühlung von Händen und Unterarmen anregen. Dies verbessert die Konzentration und kann die Fehleranfälligkeit herabsetzen.
  • Morgendliches Lüften und das Bereitstellen von Ventilatoren erleichtert den Luftaustausch. Wenn die Möglichkeit besteht, eventuelle Sonneneinstrahlung herabsetzen.
  • Sensibilisierung der MitarbeiterInnen dafür, wenn Menschen Hilfe brauchen: „Was ist zu tun?“ z.B. bei Hitzekollaps, Herz-Kreislauf-Problem etc.

Ihr vernünftiges, entgegengebrachtes Verständnis wirkt sich aus!

Viel Erfolg!