Der Job liegt mit im Bett

Laut  verschiedener Studien haben in unserer Gesellschaft,  durch die oft zunehmend stressige Situation im Berufsalltag, die Schlafstörungen zugenommen. Wir verspüren den Zeitdruck und die Last des nicht enden wollenden Arbeitspensums. Wir sind durch die zunehmende Digitalisierung und ihren Veränderungen unter Druck geraten. Die täglichen Herausforderungen wollen zeitnah erledigt werden. Die dadurch erforderlichen Überstunden verknappen die Freizeit und werden zu scheinbar unbezwingbaren Tatsachen. Oft empfinden wir es als mühsam, Beziehungen wie Partnerschaft und Familie, sowie den Kontakt zu Freunden aufrecht zu erhalten. Wir erschrecken, wenn wir feststellen, dass  unsere sozialen Kontakte bereits  in den Rang von To-Do-Listen-Punkte fallen. Das bringt zusätzlich Frust und Stress. Wir befinden uns in einer Art Teufelskreis, ohne wirklich nachvollziehen zu können, wie wir da  hineingerutscht sind.

Geht der randvoll angereicherte Tag zu Ende,  stellen wir oft fest, dass das ersehnte In die Federn-Sinken nicht die erhoffte Nachtruhe bringt.  Es bleibt die dringend nötige Regeneration aus. Stattdessen geht es im Kopf wirr durcheinander. Gefühle überschwemmen uns,  der Ärger über eine Situation, die Unzufriedenheit mit uns selbst,  die Aggression gegenüber Kollegen oder dem Chef und viele mehr… Die Gedankenmühle  beginnt und  findet kein Ende. Mit der Zeit  stellen sich Einschlaf- und Durchschlafstörungen ein und im unangenehmsten Fall sogar lange Wachperioden. Die Auswirkungen liegen auf der Hand: erhöhtes Stressempfinden, Reizbarkeit, Müdigkeit, Herz- und Kreislaufbelastung, Konzentrationsschwäche, Stimmungsschwanken und sogar Depressionen können die Folge sein. Der Griff zum Schlafmittel liegt nahe, wenn sonstige, alternative  Heilmittel nicht die ersehnte Ruhe und Erholung bringen.

Was ist jetzt zu tun?

Unterbrechen Sie Ihre Muster. Nehmen Sie sich bewusst eine stille Stunde und betrachten Sie in  Klarheit ihre Situation, Ihren Zustand.  Machen Sie Notizen zu Ihren Schlafgewohnheiten und Ihren Schlaferlebnissen.  Erkennen Sie Ihre Schlafbremser. Stehen Sie zu Ihrer gewünschten Veränderung. Setzen sie sich Teilziele und gehen Sie mit kleinen, konsequenten Schritten vorwärts. Planen Sie Ihre Freizeit, Ihre Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. Verändern Sie eventuell Ihre Ernährungsgewohnheiten. Gestalten Sie für sich Situationen und Erlebnisse, die Ihnen wirklich Kraft schenken.

Gegebenenfalls holen Sie sich Hilfe. Konsultieren Sie einen Arzt Ihres Vertrauens und machen Sie einen Gesundheitscheck. Sorgen Sie für Ihre Seelenhygiene und gönnen Sie sich einen Berater, einen Coach, der Belastendes vertrauensvoll mit Ihnen bespricht. So, dass sich nichts mehr unbemerkt in Ihre Nachtruhe schleicht und dort sein Unwesen treibt.
Sie verdienen sich einen erquickenden, regenerierenden und gesunden Schlaf.

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