das wagnis und die glaubenssätze

Oft erlebe ich bei meinen Coachings wie Metaphern als Intervention wirken. Ihr Inhalt lädt zum Innehalten und Reflektieren ein und vielleicht, gut versteckt, verbergen sie die eine oder andere Weisheit.

So bin ich auf „das Wagnis“ (B.Hellinger) gestossen:

Einer, der in alter Zeit in einem herrlichen Palast gefangen saß, in dem sich nach der Sage auch das Labyrinth befand, schlich sich des Öfteren an einem dunklen Tor vorbei, von dem es hieß, es führe ins Verderben.

Schon viele, hörte er, hätten mit Gewalt das dunkle Tor durchbrochen, doch keiner sei zurückgekehrt und um so größer wurde unter den Zurückgebliebenen die Furcht. Doch unser Gefangene schaute sich das Tor genauer an.

Und dann, eines Nachts, als alle Wachen müde waren, brach er entschlossen durch das dunkle Tor – und…. stand im Freien.

Was könnten darin für Glaubenssätze enthalten sein?

Angeblich soll dort etwa sein (Labyrinth)   – glauben statt überprüfen.

Angeblich führt es ins Verderben    –   wobei das niemand belegen kann.

Viele haben probiert, keiner ist zurückgekommen  –  da muss etwas Schlimmes dahinter sein.

Trotz allem: Unser Gefangene probierte es  –      und siehe da – er stand im Freien.

Alte, ausgediente, aber vertraute Glaubenssätze behindern uns oft daran, eine neue Realität für uns zu schaffen.

Glaubenssätze sind Gedanken, die im Geist durch Erziehung und Erfahrungen verankert sind, und daher als wahr erlebt werden und wiederholt gedacht werden. Das ist meist ein unbewußter Vorgang. Wir bewerten unsere Umwelt und reagieren auf Ereignisse aufgrund der vertrauten Glaubenssätze. So nehmen wir diese UNSERE Realität wahr, die für andere ganz anders aussehen kann.

Und…. so wie in unserer Geschichte, wenn wir manchmal nur EINEN Glaubenssatz überwinden, verändern, außer Kraft setzen,  kann das FREIHEIT für uns bedeuten.

 

 

 

 

 

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