abschließen und vorsetzen

Zum Jahreswechsel gehört für uns, neben den bei uns in Österreich gepflegten Silvester-Ritualen, wie vielleicht

– ein speziell gestaltetes Silvester-Menü der besonders herzhaften Art,
– das Glas Sekt zur Verabschiedung des alten Jahres und zu Ehren des Beginns des neuen Jahres,
– das Läuten der Pummerin,
– der Tanz zu „An der schönen blauen Donau“,
– das immer mehr zu recht hinterfragte Abschießen von „jahresbegrüßenden“ Feuerwerks-Utensilien,
– das Bleigießen mit dem selbst erwählten Stück bedeutungsgebenden Blei, das nach behitzter Veränderung eine andere, für das kommende Jahr ganz spezielle, individuell glücksbringende Form annimmt,

das Bedürfnis nach ABSCHLUSS und NEUBEGINN.

Wir nehmen uns die Zeit, über das alte Jahr nachzudenken, herauszufiltern, was gelungen, was verbesserungswürdig war und ist, wo wir Freude und Zufriedenheit empfunden haben, wo wir eins mit uns waren, und wo wir nicht ganz unserer Mitte waren, weil uns Geschehnisse begegneten, die neue, mühevolle Anpassungen von uns abverlangten.

Unser Schluss kann also sein: Nächstes Jahr soll etwas anders werden! Dabei betrachten wir Inhalte beginnend bei der Gesundheit (Ernährung, Rauchen, Sport/Bewegung) bis hin zu lebensverändernden Ansätzen (Karriere, Beziehungen, Hobbies) und mehr…

Wir beschließen, je nach Mut und Veränderungswillen, Vor-Sätze für das kommende Jahr zu gestalten. Manchmal kneift dabei etwas der Bauch, da wir – so wir schon eine Weile auf dieser Welt sind und eine gewisse Übung in diesen Vor-Sätzen haben – Erinnerungen an die Vorjahres-Vor-Sätze haben, und so im Geheimen – ganz ehrlich zu uns selbst – erkennen, nicht wirklich so konsequent und zielstrebig mit diesen Vor-Sätzen gewesen zu sein. Also der Erfolg der Tatsache, dass ich mir etwas „vorsetzte“ aber nicht umsetzte.

Oder sind diese „Vor-Sätze“ ohnehin nur ein Must, das wir in heiterer Runde tunlichst im Talon haben sollten, um den „Vor-Sätze“-Small Talk  zum Jahreswechsel  mitmachen zu können.

Möchte ich diese Erfahrung wiederholen? Setze ich mir also wieder etwas vor? Möchte ich wirklich das Erlebnis haben, dass das Vor-Setzen wieder in Vergessenheit gerät?
Was mache ich eigentlich, wenn ich mir „etwas“ VOR-setze? Denken wir darüber nach! Tue ich mir überhaupt etwas Gutes damit? Was könnte VOR-setzen noch bedeuten?

– Ich habe mir etwas vor meine Aussicht gesetzt.
– Ich setzte etwas vor MICH – ETWAS, das wichtiger ist, als ich selbst
– Ich setzte mir einen Satz VOR meinen eigentlichen Satz
– Der VOR-Satz verdeckt vielleicht sogar meine eigentliche Aussage

Wenn der Mut und der Veränderungswille wirklich aus unserem Innersten kommen, dann wissen wir auch, dass jedes Ändern, jedes Verändern einen Preis von uns verlangt.
Einen Preis, den wir dann gerne bereit sind zu erwägen, wenn das Ziel, das dahinter steht, attraktiv und erreichbar für uns ist. Wenn wir uns genau vorstellen und uns genau einfühlen, wie es ist, dieses Ziel erreicht zu haben.

Solange das Jahr noch jung ist….  gestalten wir heuer  Ziele für  2016 – anstelle von Vor-Sätzen.

Was macht den Unterschied?

– Die bewusste Eigenverantwortlichkeit bei der Analyse meines angestrebten Ziels (Zustand und Rahmenbedingungen)
– das Wissen und Spüren um die Erreichung meines persönlichen attraktiven Ziels
– mein persönliches Einverständnis, den Preis für mein Ziel zu akzeptieren.

Was meinen Sie dazu?

 

 

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